Tauchen als Wahlpflichtsportkurs im Fachgymnasium
Tauchkurs Kas 2010
Freitag: Nach einem anstrengenden Flug und Bustranfer sind wir nach 9 Stunden Anreise bei hochsommerlichen 40'C in Kas angekommen. Wir wurden in der Tauchbasis umgehend eingekleidet. Ein Bad im 30'C warmen Meer und ein traditionelles türkisches Abendessen hat alle dann entschädigt.
Samstag: Die AOWD-Taucher sind morgens mit dem Schiff zum Tauchspot "Canyon" gefahren und haben erfolgreich ihren ersten Checkdive mit Tarierungsübungen absolviert. Hier müssen wir erwähnen, dass 2 Gruppen in Englisch unterrichtet werden, was die Fremdsprachen-Kollegen freuen wird.
Mit den OWD-Schülerinnen und Schülern wurde am Vormittag eine ausführliche Theorieeinheit durchgeführt.
Am Nachmittag sind alle Taucher zum Tauchplatz "Chicken Bay" gefahren und haben dort weitere Navigations- und Tarierungsübungen gemacht. Es hat alles gut geklappt und Spaß gemacht.
Sonntag: Heute warten wir mit den AOWD Tauchern auf einem Pflichttieftauchgang. Nach anfänglichen stressbedingten Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich verlief der Tauchgang bis auf 23 m Tiefe problemlos. Dort mussten diverse Matheaufgaben gelöst werden, wobei man feststellen konnte, dass dort alle Gehirnfunktionen sehr viel langsamer ablaufen.
Am Nachmittag waren wir am Tauchplatz Heybeli Ada. Dort haben die OWD Taucher Wechselatmung geübt und die Unterwasserwelt erkundet. Dabei wurde auch ein kleines Wrack angeschwommen.
Montag:Der heutige Nachmittagstauchgang führte uns zum Leuchturm im Südosten von Kas. An diesem Tachplatz erwatete uns das Wrack eines alten Rosinenbombers, eine DC 47.
Nach kurzer Zeit im ca.30°C warmen Wasser erhoben sich fast gespenstisch die Umrisse des alten Flugzeuges in ca. 22m Tiefe.
Während die OWD und AOWD´s brav ihren Tauchlehrern gefolgt waren, wartete auf unseren Rescuediver Basti eine besondere Aufgabe. Er durfte als Guide unsere Lehrer, Rainer Günzel und Stefan Uhl mithilfe seines Kompasses zum Wrack führen. Ein Adlerrochen mit einer Spannweite von fast einem Meter brachte dieses Vorhaben allerdings ein wenig durcheinander :-) Fasziniert von diesem Meeresbewohner kam die kleine Gruppe leicht von ihrem Kurs ab, gelang nach einem kleinen Schlenker jedoch ebenfalls an ihr Ziel.
Im Flieger selbst konnten die Buddyteams sich im Frachtraum, sowie im Cockpit umsehen und die Atmosphäre dieses besonderen Tauchganges auf sich wirken lassen. Nach dieser Erkundungstour kam es auch auf dem Rückweg noch zu zwei interessanten Begegnungen. Eine kleine Gruppe Taucher hatte das Glück, zuerst auf einen Schwarm Brassen zu treffen, die gerade ihr Mittagessen verzehrten. Ein toller Anblick...
Nur wenige Meter weiter tauchte dann auch noch ein einzelner Sepir auf. Bei genauerem Hinsehen ließ sich jedoch eine ganze Familie dieser Tiere entdecken.
Zurück an Bord unseres Tauchbootes wurde dann wieder eifrig über das Gesehene gefachsimpelt. (Anja D.)
Heute Abend um 20.00 Uhr gings dann ab zum Nachttauchgang, den wir direkt vom Bootsplatz gestartet haben. Zuerst musste natürlich der Umgang mit der Unterwassertaschenlampe erklärt werden, welche Pflicht auf Nachttauchgängen ist. Nachdem das verinnerlicht wurde, hieß es Augen zu und rein ins kalte, schwarze Wasser. Dabei demolierte ein Mitglied unserer Tauchgemeinschaft zum wiederholten Male ihre Tauchausrüstung und musste mit einer neuen Lampe ausgestattet werden. Getaucht wurde in Jungen- und Mädchengruppen, letztere wurde natürlich von Maxim geleitet :-)
Dabei erwies sich der Tauchgang der Mädels als ungeahnter Glücksgriff. In ca. 12 Meter Tiefe entdeckte Maxim dann eine schlafende Wasserschildkröte, die durch einen gezielten Strahl seiner Lampe geweckt wurde. Wir alle waren verständlicherweise total aus dem Häuschen, schwer zu beruhigen und konnten auch noch einen Octopus beobachten, den die Jungengruppen bereits vorher aufgestöbert hatten.
Anschließend wurde vor dem Hafenbecken aufgetaucht. Schnell wurde dann im kalten Wasser zum Boot geschwommen und sich anschließend stolz über die Erlebnisse ausgetauscht. (Sarah F.)
Dienstag: Wie jeden Morgen legte unser Boot um 9:30 Uhr ab. Die Fahrt ging zum 35min entfernten Heybeli Ada Nord Tauchplatz. Dort angekommen, wurden wir von Levent "gebrieft". Wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt mit je einem Guide. Danach legten alle ihre Ausrüstung an und sprangen ins Wasser. Wir betauchten die südliche der beiden Inseln. Dort ging es auf 26m Tiefe auf die Suche nach interessanten Unterwasserlebewesen.
In der einen Gruppe haben sie einen Seeigel auf die Hand genommen. Der Seeigel sog sich an der Hand fest und teilweise blieben die Saugnäpfe an der Hand kleben. Die andere Gruppe fand eine Muräne, ganz viele Seesterne und Flötenfische. Bei 100 Bar auf der Flasche wurde umgekehrt und auf ca. 10m Tiefe zurück getaucht. Nach ungefähr einer Stunde sind alle wieder beim Boot aufgetaucht.
Wie nach jedem Tauchgang wird dann noch ohne Ausrüstung im Meer geschwommen bevor die Treppe eingezogen wird und es wieder zurück in den Hafen geht. Auf der Rückfahrt lagen alle oben auf dem "Sonnendeck" und haben geschlafen oder sonnengebadet. (Kathi & Isy)
Um 14.15 Uhr ging es dann wieder los. Nach 25 Minuten sind wir am Tauchspot "Mavi Wrack" angekommen. Nach einem kurzem Briefing wurde die Ausrüstung angelegt, Buddy Check durchgeführt und dann gings ab ins Wasser.
Als erstes wurde das Stahlwrack angepeilt, welches in einer Tiefe von 22 - 28m liegt. Dann hat Sebastian die Führung übernommen und die Gruppe sicher zum Holzwrack geführt.
Nach kurzer Zeit tauchten wir unter Geoffs Führung über das Riff in die Nähe des Bootes, wo sich ein (Marmor-)Hai befindet. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Flughahn gesehen und einige Fotos geschossen. Nach ca. 60 Minuten Tauchzeit ging es zurück zum Boot. Auf der Rückfahrt haben wir an der Wasseroberfläche noch eine Schildkröte entdeckt. Gegen 17.00 Uhr hat das Boot mit allen Tauchern wohlbehalten im Hafen angelegt. (Basti & Arielle)
Mittwoch: Heute stand etwas Besonderes an. Wir sind nicht wie sonst zwischen den Tauchgängen zurück in den Hafen gefahren, sondern blieben auf dem Boot im offenen Meer. Doch leider konnten wir nicht pünktlich aufbrechen, da zwei Taucher die Abfahrtdzeit "verpennt" hatten. Nach kurzer Verspätung ging es zum ersten Tauchplatz, Tünel. Wie der Name des Tauchplatzes schon verrät, ist das Highlight ein kleiner Tunnel.
Beim Briefing erfuhren wir, dass nur die AOWD's sich in den Tunnel hineinfallen lassen durften und die OWD's nur darüber hinweg tauchen durften, da der Tunnel zu tief liegt. Routiniert ging das Anlegen der Ausrüstung und der Buddy-Check von der Hand. Nach dem Abtauchen der 5 und 10m Linie erreichten wir auf 18m Tiefe den Eingang des Tunnels. Da begann der Spaß des AOWD seins :-P Nach und nach ließen wir uns in den Tunnel fallen. Am tiefsten Punkt des Tunnels war es dunkel und sehr kalt. In 35m Tiefe verließen wir den Tunnel und verarbeiteten diese Eindrücke, während wir uns auf den Rückweg begaben. Auf dem Weg über den Tunnel zurück trafen wir die OWD'ler.
Nachdem alle das Wasser wohlbehalten verlassen hatten, fuhren wir in seichtes Gewässer, wo wir unsere Mittagspause genießen konnten. (Kevin R. & Isy H.)
Nach einer Erhohlungspause wurde für die, die es bestellt hatten, das Mittagsbuffet eröffnet. Es gab Reis, Hühnereintopf und dazu Salat mit Brot. Nach einem ausgiebigem Sonnenbad, erfrischten wir uns im glasklarem und warmen Meer. Danach schwammen alle zu einer kleinen nahe gelegenen Insel und machten ein Gruppenfoto.
Anschließend wurden wir zum Briefing zurück gerufen. In diesem erklärte uns Maxim den Ablauf des Tauchganges. Wir machten uns fertig, sprangen ins Wasser und tauchten in Richtung Canyon.
Auf dem Weg dorthin gerieten wir in eine starke Strömung, weshalb wir uns am Boden hielten und an den Felsen entlang kletterten. Am Canyon angekommen ließen wir uns bis auf den Meeresgrund in 29 Metern Tiefe absinken. Wir tauchten bis zum Ende des Canyons in eine kleine Höhle.
Nach der Besichtigung der Höhle, tauchten wir über eine alten Baumwollfrachter, der in mehrere Teile gesprengt worden war, hinweg und zu einem kleinen, engen und L-förmigen Tunnel. Einer nach dem anderen zwengte hindurch und wurde am Ausgang von Herrn Günzel fotografiert.
Nach einem kurzen Safetystop tauchten wir zurück zum Boot und machten uns auf den Weg zur Tauchbasis. Dort erhielten wir alle unser Brefier und wurden getauft. (Alex J. und Gökhan K.)
Donnerstag: Heute haben die Tauchlehrer nur noch ein Tauchgang am Vormittag geplant, da mindestens 18 Stunden zwischen dem letzten Tauchgang und dem Rückflug liegen müssen. Aus Sicherheitsgründen tauchten wir nur bis 18 m Tiefe. Es ging zum Oasis Wrack, das an einem Riff liegt, dass relativ flach betaucht werden konnte. Unsere Schülerinnen und Schüler genossen die Eindrücke unter Wasser mit der in dieser Woche erworbenen Routine. Nachdem wir in den Hafen von Kas zurückgekehrt waren, wurde das gesamte Equipement von Board und wieder zurück in die Tauchbasis gebracht. Jeder Taucher hatte die Woche eine feste Kiste mit seiner Ausrüstung, die nach diesem letzten Tauchgang wieder zurückgegeben wurde. Mit einer Träne im Knopfloch gaben alle Schülerinnen und Schüler diese nun wieder zurück.
Am frühen Abend wurde dann am kleinen Kieselstrand für alle Teilnehmer eine Tauchtaufe organisiert. Die Lehrer und die AOWD Taucher haben sich passende Namen für die Anfänger ausgedacht. Mit einem ekelhaften Salzwassergetränk, das durch den Schnorchel getrunken werden musste, wurde für jeden ein Tauchspruch verlesen.
Abends hatte das Hotel ein typisch türkisches Barbeque auf der Dachterrasse vorbereitet. Sehr lecker! Der Tauchlehrer wurde ein Foto vom Vortag in einem Bilderrahmen überreicht.
Nachdem man sich herzlich verabschiedet hatte, wurden wir gegen 0:30 Uhr in der Nacht von einem Bus abgeholt, und fuhren zum Flughafen nach Antalya. Gegen 9:20 Uhr landeten alle wohlbehalten bei Schietwetter auf dem Hamburger Flughafen. Temperaturunterschied 38'C in Kas zu 15'C in Hamburg.
Brrrr! Aber alle Schülerinnen und Schüler hatten von dieser tollen Woche noch die Sonne im Herzen :-))










































