Besuch in Fukui /Japan

German High Schools in Fukui /Japan mit 18 SchülerInnen und 4 BegleiterInnen vom 03.11.- 09.11.2007

Sehr viel Arbeit, aber auch sehr viel Spaß, Kontakt und neue Erfahrungen hat uns dieser
Besuch in Japan eingebracht. Ich muss schon sagen, ich bin begeistert: ganz tolle Stimmung in den Gastfamilien, SchülerInnenn, die sich nur noch unter Tränen trennen konnten. Das war ein wirklich hervorragendes Erlebnis in Fukui / Japan.

 

Samstag, 03.11.2007

Am Samstag, 03.11.2007 landeten wir nach 12 Stunden Flug in Narita/ Tokio . Ein Bus-
Shuttle transportierte uns zum Inland Flughafen Haneda/Tokio. Nach erneuten 2 Stunden und 15 Minuten Flug landeten wir auf den Komatsu Airport. Nun hatten wir noch eine einstündige Busfahrt vor uns, bevor unsere Gastgeber am Busterminal in Fukui, um Mitternacht uns in Empfang nahmen.

 

Sonntag, 04.11.2007

Den Sonntag, 04.11.2007 verbrachten alle mit und bei ihren Gastfamilien. Heute wurde uns die nähere Region von Fukui gezeigt.

Die Präfektur Fukui befindet sich an der Küste der Sea of Japan. Der Nationalpark Echizenkakaküste ist ein landschaftlich wunderschönes Gebiet.
Das 1 km lange durch Erosion entstandene prächtige Säulengestein (Tojuibo Cliff) faszinierte uns sehr. Durch die Autofahrt entlang der Küste an diesem milden Novembertag, konnten wir noch die langen Strände und das Meer genießen.

Auch die Spezialitäten, aller Wakasa Meereserzeugnisse wie z.B. Blowfish, Echizen Krabben, Tintenfische oder die Eierstöcke des Seeigels (Echizen Sea Urchim) muss man
genossen haben.

Im Westen der Präfektur ist die Heimat von 11 Skigebieten. In diesem hügeligen Gebiet
besichtigten wir eines der ältesten Privat Häuser der Region „Senko-no-ie“, erbaut in der
frühen Edo Zeit. Hier bekamen wir an dem beleuchteten, offenen Kamin in der Mitte des
Wohnzimmers Tee gereicht.

Die Präfektur Fukui ist in ganz Japan für sein Reis Anbau bekannt, erzählte man uns, als wir an vielen Reisfeldern vorbei fuhren. Abends mussten wir dann den schmackhaften Fukui Sake Trinken und weitere japanische Spezialitäten probieren. Das Essen mit den Stäbchen klappte problemlos.

Montag, 05.11.2007

Am Montag, 05.11.2007 startete das offizielle Programm für uns, mit einem riesigen Empfang in der Fukui Commercial school.
Cheerleader und eine Schulband hießen uns Willkommen. Nach dem offiziellen Empfang beim Principal und Viceprinipal nahmen unsere SchülerInen am Unterricht der Schulen (Fukui Commercial und Katsuyama High School) teil.
Zuvor mussten wir alle jedoch unsere Straßenschuhe gegen Hausschuhe tauschen. In Japan ist man ständig dabei Schuhe an und ausziehen.

Zwei BetreuerInnen und zwei SchülerInnen wurden von dem Superintendent of education
empfangen. Die Schülerin Yasmin Goes Gymnasium Winsen und der Schüler Julian Eggert
BBS Wissen (Luhe) repräsentierten unsere Schulen gut.

Dienstag, 06.11.2007

Am Dienstag, 06.11.2007 trafen wir uns wieder alle in der Schule um von dort mit dem Bus eine mehrstündige Führung zu den Sehenswürdigkeiten des umliegenden Umlandes zu unternehmen.

Wir besuchten das Dinosaurier Museum in Katsuyama City. Über eine 35m lange Rolltreppe und Fossilien auf beiden Seiten der Mauer rollen wir in die Dinosaurierwelt. Die Dino Street führt uns in eine gigantische Dinosaurier Welt mit 35 Dinosaurier Skelette. In einem riesigen ovalen Raum ohne Säulen bekommen wir eine Vorstellung davon, wie Dinosaurier in der Antike lebten.

Die Earth Sciences-Zone zeigt die Erde aus zwei Blickwinkeln: „Wasser und Erde“ „Feuer und Erde“ So dass man erfährt, wie aktiv die Erde, durch seine Sedimente, Steine und Mineralien ist.
Die Geschichte des Lebens zeigt den Ursprung des Lebens und der Wirbeltieren. Das war wirklich gigantisch, lehrreich und sehr interessant.

Danach fuhren wir in die östliche Umgebung der Stadt, wo sich die Tempelanlage des Eihei-ji aus dem 13. Jahrhundert befindet. Die Tempelanlage besteht aus ca. 70 verschiedenen Gebäuden und ca. 150 Priestern. Es ist das Ausbildungs- und Bildungszentrum für Zen Mönche. Wir waren uns einig, so schön wie die Anlage auch ist, arbeiten und leben wollten wir hier nicht.

Als nächstes durften wir den Yokokan Garten mit dem neuen Samurai Haus genießen.

Die farbenprächtigen Kois im angrenzenden Teich, ließen sich von uns füttern und streicheln.
Wenn wir in die Hände klatschten kamen die Fische zur Fütterung. Was für ein Vermögen schwamm dort im Wasser!

Mittwoch, 7.11.2007

Am Mittwoch, 7.11.2007 lernten wir den japanischen Ort Takefu kennen, der Lebens -und Schaffensraum von vielen besonderen Schmieden ist. Wir besichtigten eine original japanische Werkstatt (Echizen Uchihamono). Hier entstehen, wie vor hunderten von Jahren, im alten Schmiedehandwerk, die in der ganzen Welt begehrten Küchenmesser, Sicheln, Scheren und Schwerter. Bekannt ist Takefu für seine beidseitig geschliffenen Klingen.

Takefu ist auch die Heimat der Japanpapierherstellung. Hier durften wir Papier (Echizen Washi) schöpfen, das Studium der 1500 Jahre alten Geschichte der Papierherstellung erlernen.
Das ist ein altes japanisches Handwerk für die Innendekoration der Wände, Altare, Fenster und Türen. Auch unsere selbst kriierten Mustertapeten sind sehr schön geworden und zur Freude aller, wurden uns diese Muster als Präsent überreicht.

Im Papyrus Museum konnten wir dann Vergleiche zum hochwertigen japanischen Papier für die Ewigkeit bestaunen.

Auch die Kunst des Blumensteckens und arrangieren verzauberte uns. In Echizen besuchten wir anschließend noch das Bambus Puppen Dorf. Fukui ist bekannt für seinen Bambus.

Neben den traditionellen Bambus-Puppen aus langen verbundenen Bambusfäden befindet sich der Workshop, wo man als Besucher die Arbeit der lokalen Handwerker life erleben kann.
An diesem Tag haben wir so viel traditionelles Handwerk im Land der Technik bzw. High-Tec / Elektronik gesehen. Wer hätte das gedacht!

Donnerstag, 8.11.2007

Am Donnerstag, 8.11.2007 nahmen wir erneut am Unterricht teil, lernten die Kunst des Papierfaltens und unsere Namen in den japanischen Schriftzeichen (Kanji) zu schreiben.

Um 16:00 Uhr war täglich die Schule aus. Vor Unterrichtsende hieß es immer die Schule zu säubern. SchülerInnen, wie Lehrer beteiligten sich an der Putzaktion. Und auch wir Gäste mussten fleißig mit putzen.
An diesem Abend kam das große Finale, die Farewell Party! Es war ein toller Abend: die
Gäste, die Gastgeber sangen und tanzten, aßen und tranken…………Melancholie machte sich breit.

Freitag, 9.11.2007

Am Freitag, 9.11.2007 war der Tag der Tränen! Wir mussten Abschied nehmen. Und dann dauerte es……eine Verabschiedungs- Umarmung jagte die andere, Tränen flossen literweise.
Die Gäste und ihre Gastfamilien waren sich schon sehr ans Herz gewachsen, die Trennung viel uns sichtlich schwer.