Gegenbesuch - Schüleraustausch mit Fukui / Japan

Sonntag, 26.10.2008
Pünktlich kam der Bus mit den 24 SchülerInnen und 4 BegleiterInnen auf dem BBS Parkplatz an. Unsere deutschen SchülerInnen und deren Familien begrüßten ihre Gäste mit selbst gemalten Transparenten. Obwohl sich Gast und GastgeberInnen nicht kannten, verteilten sich die AustauschschülerInnen planmäßig auf ihre Familien. Die japanische und deutsche Delegation versammelte sich im Hotel Storchennest zu einem Meeting. Hier wurde den Gästen das gesamte Programm mitgeteilt.

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 27.10.2008
Pünktlich zu Unterrichtsbeginn wurden die Gäste in den BBS abgeliefert. Hier fand nun der offizielle Empfang durch unsere Schulleiterin Frau Dietrich statt. Frau Dietrich begrüßte die japanischen Gäste aufs herzlichste. Mr. Eiji Hashimoto (Vize Prinzipal) repräsentierte die japanische High School.

Es folgte eine Rede eines japanischen Eliteschülers und eine Rede der begleitenden Englischlehrerinnen  Ms. Yumi Tajima und Ms. Yoshiko Sugita. Unser Japanexperte und Schüler der BBS Till Althoff bedankte sich bei den JapanerInnen, für die im letzten Jahr erwiesene Gastfreundschaft  und wünschte allen Gästen eine ebenso schöne Zeit in Deutschland, wie wir im letzten Jahr in Japan erleben durften.


 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Koordination von Frau Henkel begann jetzt  für die Gäste, das Kennenlernen des deutschen Schullebens.
Die japanischen Delegierten bekamen eine ausgefehnte Führung durch die Schule und deren Abteilungen.Die WAK-Klasse begleitete die japanischen SchülerInnen bei einer Rallye durch die Schule, hierbei lernten die Gäste unsere Schule kennen, um sich später besser in der Schule orientieren zu können.Für die japanischen Gäste dekorierten wir einen Klassenraum. Hier konnten sie in den Pausen ihre Lunchpakete verzehren. Es war lustig anzusehen, wie genussvoll sie in die (für sie fremdartigen) Butterbrote bissen.  Ja - ! Andere Länder, andere Sitten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sportunterricht hat allen Gästen viel Spaß gemacht. Eine Deutsch/japanische Gruppe spielte Badminton und die andere Gruppe lernte Stepparobic kennen. Stepparobic kannten die Gäste überhaupt nicht und waren davon total begeistert.

Die japanischen SchülerInnen dürfen keinen Schmuck, kein Tato, kein Piercing und keine gefärbten Haare haben. Außerdem tragen sie in der Schule immer eine Schuluniform.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgepauert kamen sie danach in den Englischunterricht.

Der Englich-Level war für die JapanerInnen reichlich hoch und so benötigten sie einige Starthilfe, bei der ihnen gestellten Aufgabe.
Von dem deutschen Englischlehrer waren alle SchülerInnen und auch deren LehrerInnen begeistert. Er begeisterte durch Sprache und Mimik und durch sein großes Erscheinungsbild.
Es war ein wirklich sehr gelungener Tag.
Nach Unterrichtsende wurden wieder alle japanischen Gäste von ihren Gastgebern in Empfang genommen. Den Nachmittag und Abend verbrachten die JapanerInnnen bei ihren Gastfamilien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 28.10.2008
Heute trafen wir uns zum ersten Ausflug, der Sightseeingtour nach Hamburg.  Die Hälfte der gastgebenden SchülerInnen und deren japanischen Gästen wartete anf dem BBS Parkplatz, die andere Hälfte der SchülerInnen am Bahnhof Winsen /Luhe. Das Busunternehmen war bereit die am Bahnhof wartenden abzuholen, so dass es nun doch endlich losgehen konnte. Wir fuhren die A7 Richtung Hamburg, sahen vom Bus aus die 2 größte Brücke Deutschlands, die 3940 m lange und 56m hohen  Köhlbrandbrücke, aus dem Jahre 1974.
Sie stellt eine erste Landverbindung zwischen den westlichen und östlichen Hafenarealen her.  Die Köhlbrandbrücke gilt als technische Glanzleistung ihres Architekten Egon Jux und zudem als schönste moderne Brücke Europas.

Der neue Elbtunnel ist ein Teil der Bundesautobahn A7 und wird täglich von zirka einhundertfünfzigtausend Fahrzeugen durchquert und zählt zu den längsten Unterwasserstraßentunneln der Welt. Ein Drittel seiner Gesamtlänge liegt unter dem Flussbett. Wir hatten Glück und alle drei Röhren, also sechs Fahrspuren waren frei. Unser erstes Etapenziel war die japansiche Schule in Halstenbeck.

Hier wurden wir vom Schulleiter Herr Akira Kurashina empfangen. und über die Schulstruktur informiert.
Das war sehr informativ, denn die Schule unterscheidet sich sehr von unserem deutschen Schulsystem. Wir bekommen einen Eindruck von japanischer Kultur, vom typischen Essen, aber auch Kenntnisse über Papierfalten (Origami) und Kalligraphie (japanische Schrift)  Die jap. Schule  wird von zirka 130 Schülerinnen und Schülern besucht. Es sind die Kinder von hier lebenden japanischen Familien. Die Väter vertreten beispielsweise japanische Firmen wie Panasonic und Sharp.

Zur Schule gehört ein Kindergarten. Der Schulbesuch ist von der ersten bis zur neunten Klasse möglich. Nur wenige Schüler besuchen die oberen Klassen, weil sie entweder zurück nach Japan gehen oder dann die Internationale Schule Hamburg in Othmarschen besuchen.
Japanisch ist Muttersprache, Fremdsprachen sind Englisch und Deutsch. Alle weiteren Fächer entsprechen den deutschen Lehrplänen. Jeder japanische Lehrer muss, wenn er im Ausland an einer japanischen Schule unterrichten möchte, zuvor eine Prüfung ablegen. Wer nach Hamburg kommt, hat Glück gehabt, sagen sie.

Zweimal im Jahr gibt es einen Austausch zwischen der japanischen und einer deutschen Schule, meistens auf der Ebene der Grundschulen. Die Schüler besuchen sich gegenseitig, singen, spielen, und kochen zusammen.
Auch die japanischen Kinder haben sonnabends keinen Unterricht. Die Schule ist aber trotzdem geöffnet: für japanische Schüler aller Stufen der Internationalen Schule sowie die der Hamburger Gymnasien und Kinder aus japanisch-deutschen Mischehen. Sie alle kommen dann hierher, weil sie ihre japanische Muttersprache intensiver lernen möchten. Die so genannten Samstagslehrer, also die Erwachsenen, die sich an den Sonnabenden um die Schülerinnen und Schüler kümmern, kommen meistens aus völlig anderen Berufen, sind beispielsweise Maler  und Musiker. Die Grundschule (jap. 小学校 shōgakkō) dauert sechs Jahre; eingeschult werden die Kinder nach Vollendung des 6. Lebensjahrs und die SchülerInnen tragen Schuluniformen.
Nach der Grundschule besucht man die dreijährige Mittelschule (中学校 chūgakkō), Im letzten Jahr der Mittelschule lernen die Schüler sehr intensiv für die Aufnahmeprüfung der Oberschule, die den weiteren Lebensweg entscheidend beeinflussen kann.  Ein wechseln ins Heimatland ist vom Bildungsstand her jederzeit möglich.
Bei einer Schulführung erleben wir live den japanischen Unterricht der 1. bis 9. Klassen.
Wir erfahren, dass sich japanische Firmen nur dort ansiedeln, wo es auch unmittelbar eine japanische Schule befindet. So werden die schulpflichtigen  Kinder der jap. Mitarbeiter nach japanischem Schulsystem beschult
Wir aßen in diesen Räumlichkeiten unsere Lunchpakete, so dass wir danach unsere Hamburg Tour fortsetzen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Dammtorbahnhof stieg unsere Stadtführerin in unseren Bus. Vom Bus aus sahen wir das höchste Bauwerk Hamburgs,  den 280m hohen Fernsehturm (Heinrich-Hertz Turm).Wir fuhren durch die noblen Stadtteile Hamburgs, in den durch gründerzeitliche Architektur geprägten Rotherbaum und Harvestehude. Diese mondänen Stadtteile liegen direkt an der Alster und dem Alstervorland.Weiter ging es über die Kennedy- und Lombardsbrücke wobei wir die Binnen und Außenalster zu sehen bekamen. Rundherum der Alster bestaunten wir die schönen Hotels, Restaurants und Cafes.Am Hamburger Rathaus hielten wir an und alles strömte zum Fotografieren aus dem Bus. Die Bäume strahlten in bunten Farben und das Laub knisterte unter den Füssen.

Das Wahrzeichen von Hamburg ist na klar der Michel, die St. Michaeliskirche, hier hatten wir wieder Gelegenheit einiges über den Michel zu erfahren und na klar zu fotografieren. Der "Michel" – Hamburgs groβes Wahrzeichen Hamburg hat viele groβe Kirchen – aber nur einen "Michel": Auf seiner Plattform in 132 m Höhe bietet sich ein sagenhafter (und luftiger) Blick über Hamburg, den Hafen und das Umland.
Der Michel hat eine wechselvolle Geschichte – zwischen 1641 und 1912 dreimal erbaut und zweimal komplett zerstört.
Bei der Hafentour erfahren wir ein Stück geschichtliches Hamburg. Sahen das von Hugo Lederer  aus Granit erbaute Fürst Bismarck Denkmal  Fuhren weiter  über Hamburgs bekannteste Strasse, der Reeperbahn (Kiez), diese führt direkt durch den Stadtteil St. Pauli. Hier befindet sich dasVergnügungsviertel mit Theater, Märkten, Kneipen, Bars und Discotheken und den Beatclub. Es ging vorbei an Hamburgs bekanntester Polizeiwache, der Davidswache in der Davidsstrasse. Vorbei an dem Panoptikum, wo man sich weltbekannte Figuren in Wachs anschauen kann.

Wir fuhren zu den Landungsbrücken, hier sahen wir die Rickmer-Rickmers liegen. Das Schiff ist eines der letzten bestehenden Großsegler und wird als Museumsschiff betrieben.
Der Hamburger Hafen ist das Tor zur Welt. Zurzeit liegt die Queen Mary 2 (der britische Ozeanriese) im Hamburger Hafen im Dock.
Am alten  1911 erbauten Elbtunnel stiegen wir wieder aus, um ein Stück unter der Elbe zu spazieren. Der Tunnel verbindet die Stadtteil St. Pauli und die Elbinsel Steinwerder. Mit einem Fahrkorb fuhren wir und die PKW’s 23m unter die Elbe. Der alte Elbtunnel besteht aus zwei Röhren in denen kann man mit dem Auto, zu Fuß oder per Fahrrad die 440m lange Röhre durchqueren. Halten einen Blick auf die alte Speicherstadt. Auf der Fleetinsel befindet sich das Deutsch Japanische Zentrum.
Und dann sind 2 Stunden Stadtrundfahrt am HH Hauptbahnhof zu Ende und ein Teil der SchülerInnen fahren mit dem Bus zurück nach Winsen /L. Der andere Teil macht noch eine Shopping Tour durch Hamburg:
Hamburger Shopping : Neuer Wall, Karoviertel, Spitalerstrasse, Mönckebergstrasse und Europa Passage. Hier genießen wie unser einzigartiges Shoppingerlebnis. Hungrig, müde und auch ein wenig vom Geld erleichtert trafn wir uns zu einem Dinner in der alten Rösterei.

Mittwoch, 29.10.2008

Heute trafen wir uns das erste Mal, zusammen mit unseren japanischen Gästen, in der Agora des Gymnasiums Winsen/L. Im Essraum des Gymnasiums erfolgte schließlich eine kurze Begrüßung der japanischen Gäste durch die stellvertretende Schulleiterin Frau StD` Hartmann.  Herr Eiji Hashimoto (Vize Prinzipal) repräsentierte sein Land, seine Schulen und seine SchülerInnen.

Herr Hashimoto übergab ein japanisches Geschenk an das Gymnasium und bekam von Frau Hartmann ein Gegengeschenk.

Danach wurden die japanischen SchülerInnen in Gruppen eingeteilt und wohnten dem ihnen angebotenen Unterricht bei.

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 30.10.2008
Heute treffen wir uns alle um 9:15 Uhr am Bahnhof Winsen/Luhe um in die Landeshauptstadt Hannover zu fahren. Noch am Bahnhof Winsen wurden wir von der hiesigen Presse abgefangen, fotografiert und befragt. Danach mussten wir uns aber sputen um den Zug nach Hannover  nicht zu verpassen. Wir waren froh endlich im warmen und trockenen Metronom zu sitzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Leine Metropole angekommen ist das Wetter immer noch nicht besser und so geht es mit geöffneten Regenschirmen auf Entdeckungstour. Wir werden in Hannover  an einer roten Linie in der Innenstadt zu  Sehenswürdigkeiten geführt. Diese Linie ist auf das Straßenpflaster gemalt, und ermöglicht einen Stadtrundgang auf eigene Faust bzw. wir werden von unserer Dolmetscherin Frau Deppe geführt. Von ihr erfahren wir Wissenswertes, Historische Hintergründe  und Amüsantes über die Bauwerke entlang der Route.
Gegenüber dem prachtvollen Hannover Hauptbahnhof liegt der  Ernst-August-Platz. Auf dem Bahnhofsvorplatz, thront seit mehr als hundert Jahren König Ernst August hoch zu Ross. Er war der erste hannoversche König nach der Personalunion mit Großbritannien. "Dem Landesvater sein treues Volk" steht auf dem Sockel. Heute ist das einer der  wichtiger Treffpunkte in Hannover "unterm Schwanz".
Die Oper gehört zu den schönsten klassizischten Bauwerken ihrer Art.
Die Georgstraße ist für die Hannoveraner mehr als nur ein Gehweg. Das Steintor mit dem Aegidientor verbindend, ist sie in der einen Hälfte Fußgängerzone, in der anderen elegante Flaniermeile für die Hannoveraner.
An der Ecke Rathenaustraße und Georgsplatz fällt ein Gebäude besonders ins Auge: das Haus der Deutschen Bank, das die 1856 gegründete Hannoversche Bank im Stil der französischen Spätgotik bauen ließ und im Jahr 1900 bezog. Hier ist auch das Niedersächische Münzkabinett der Deutschen Bank untergebracht, die bedeutendste und größte Sammlung hannoverscher und niedersächsischer Münzen.

Die Städte Hannover und Hiroshima begründeten 1983 eine Städtepartnerschaft.
Die Städtepartnerschaft mit Hiroshima hat in Hannover bei der Bevölkerung ein großes Interesse an der japanischen Kultur hervorgerufen. Das Hiroshima-Bündnis hat mit anderen Friedensgruppen den Hiroshima-Hain auf der Bult initiiert. 1987 gestaltete die Stadt Hannover den Hiroshima-Hain und pflanzte dort 110 Kirschbäume zum Gedenken an die 110 000 Einwohner der Stadt, die direkt beim Atombombenabwurf auf Hiroshima ums Leben kamen. 1992 erhielt die Stadt Hannover von der „Stone for Peace Association“ eine Steinplatte, die 1945 Teil des Straßenbahnnetzes von Hiroshima war. Dieser Gedenkstein im Hiroshima-Hain mahnt die Schaffung einer friedlichen Zukunft an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unter prächtigen alten Bäumen laufen wir nun über den Georgesplatz zur Breiten Straße. Hier befindet sich ein Rest der Stadtmauer von 1337, der in voller Höhe erhalten ist. Das Kloster Loccum unterhielt hier einen Stadtfriedhof und verpflichtete sich 1320 zum Bau der Mauer.
Das Aegidientor wurde erstmals um 1300 erwähnt. Der Torturm wurde 1748 beim Bau der Aegidienneustadt abgebrochen.
Jetzt im Herbst sieht man von weiten  die mit Efeu und Weinlaub überwucherte Kirchenruine. Die Aegidienkirche, eigentliche nur noch ein Kirchhof, zählt zu Hannovers großen mittelalterlichen Gotteshäusern. Im Jahre 1347 wurde mit dem Bau der gotischen Hallenkirche begonnen. Von dieser Kirche ging in Hannover die Reformation aus. 1943 wurde sie im Bombenhagel bis auf die Außenmauern und den barocken Turmrest zerstört. Die Ruine ist jetzt Gedenkstätte für die Opfer von Kriegen und Gewalt. Der hannoversche Bildhauer Professor Kurt Lehmann schuf im Innenraum die Skulptur "Demut".
Die Friedensglocke ist ein Geschenk der Partnerstadt Hiroshima von 1985. Vom erneuerten Turm klingt heute viermal täglich ein Glockenspiel. Das Andachtsrelief an einem Strebepfeiler des Chors zeigt uns sieben Männer beim Gebet unter dem Kreuz(Siebenmännerstein).
Seit 2004 befindet sich in den Fenstern der Aegidienkirche die Installation „Einleuchtungen“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind jetzt am Leineschloss angekommen. Um 1826 fügte man den repräsentativen klassizistischen Portikus an, der den Bombenhagel überstand. Das Schloss hingegen wurde bis auf die Umfassungsmauern zerstört. Zwischen 1956 und 1962 wurde es wieder aufgebaut und um den Südflügel mit dem Plenarsitzungssaal vergrößert. Seither hat der Niedersächsische Landtag hier seinen Sitz.
Von den Zeugnissen der Architekturgeschichte in die kulinarischen Spezialitäten. Der „Bauch von Hannover“ ist ein Dorado für das leibliche Wohl. Kein Wunder - zwischen italienischem Cappuccino, türkischem Mokka und französischem Champagner, inmitten von Bäckereien, Schlachtereien und Gemüseläden, lässt es sich aushalten. Wir entschieden uns für gutbürgerliches deutsches Essen: Kartoffelsalat mit Wurst, Kartoffelkloß mit Roulade, Kartoffeln mit Kohlroulade, Specksalat mit Kasseler  u.v.m.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesättigt, aber immer noch frierend und nass führt uns ein kleiner Umweg zum Bodenschützen, der exakt auf das Rathaus zielt.
Auf dem Trammplatz entstand 1996 der Klaus-Bahlsen-Brunnen, dessen beide Fontänen über zwei schachbrettgemusterten Halbkreisen auf steigt.
Das hannoversche Rathaus gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Wir erobern den Prachtbau sofort, denn hier ist es trocken und warm. Das Rathaus wird heute als künstlerischer Ausdruck der wilhelminischen Zeit anerkannt. Gebaut wurde es von 1901 bis 1913. Da der Boden sumpfig war, mussten 6026 Buchenpfähle in den Grund gerammt werden, um ein festes Fundament zu schaffen.
An der Vorderfront des Rathauses geben sich Fürsten und Stadtväter, Minister und Kirchenmänner, Heilige, Genies und Fabelwesen ein Stelldichein. Über den Fenstern des ersten Geschosses berichtet ein Steinfries in den neun Bildern über wichtige Ereignisse der Stadtgeschichte.
In der pompösen, 38 Meter hohen Rathaushalle, in der 1946 das Land Niedersachsen proklamiert wurde, veranschaulichen Stadtmodelle die Entwicklung Hannovers in vier Phasen: 1689, 1939, sowie nach der Zerstörung 1945 und heute.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun beschlossen wir in das Kunsthaus ins Sprengelmuseum zu gehen um  Arbeiten des 20. Jahrhunderts mit Werken von Beckmann, Ernst, Klee, Leger, Nolde, Picasso, Schwitters u.v.m. zu sehen.
Zu Zeit fand auch im Rahmen des Projektes „Hannover Goes Fashion“: DRESSing the MESSAGE statt.
Frau Kuhn und ich genossen die Kunst in vollen Zügen. Doch nach den vielen Eindrücken wird man müde und durstig, so dass wir auch noch das Restaurant  bell´ARTE kennenlernen durften. Es befindet sich im Sprengel Museum direkt am Maschsee. Von unserem Wintergartenplatz hatten wir einen  hervorragenden Ausblick auf den Maschsee. Leider war dieser Tag nicht sonnig sondern nass und trübe.
Leider fand der Museumsbesuch bei den deutschen und japanischen SchülerInnen keinen Beifall, so dass sie nach  ca 2-10 Minuten das Weite suchten.
Ihr Weg führt sie nun geradewegs in die hannoversche Innenstadt zur Shoppingmeile, den großen Kaufhäuser und Nobelgeschäfte und Boutiquen. Hier finden unsere Schüler alles auf engstem Raum - von Haute Couture bis zur Warenhausmode, von feinstem Porzellan bis zur Trödelkanne, von hochkarätigem Schmuck bis zum Modeschmuck. Ja und hier lies sich dann auch eine der japanischen Schülerin ihre teure Gucci Tasche zocken.
Wer sich in Hannover verabredet, hat mehrere originelle Möglichkeiten: "Unterem Schwanz" oder an der Kröpcke-Uhr. Dieser seit über hundert Jahren beliebte Treffpunkt ist in der Originalform nachgebaut worden. Meiner Begleiterin schmecken trotz  Nässe und  Kälte, 5 große Kugeln Eis. Zu unserem großen Erstaunen waren alle BegleiterInnen und SchülerInnen  am angesagten Treffpunkt, so dass wir alle wieder unsere Heimfahrt antreten konnten. Zwischenstopp war Uelzen, wo wir noch den Hundertwasserbahnhof besichtigen wollten, denn er zählt international zu den zehn schönsten Bahnhöfen der Welt. Er ist einer der letzten Projekte des im Jahr 2000 verstorbenen Wiener Künstlers Friedesreich Hundertwasser. Im selben Jahr wurde das (Um)- Bauprojekt  im Rahmen der Expo 2000 als dezentrales EXPO Projekt in Angriff genommen. Und so hat der Künstler Hundertwasser ein Highlight für die Bahnreisenden geschaffen. Der alte, unansehnliche Bahnhof in Uelzen wurde so zu einem Kunstwerk und Schmuckstück unserer Region.
Tja und langsam müde von der langen Sightseeingtour Tour nahmen wir unsere Heimfahrt mit dem Metronom erneut auf und erreichten um 20:38 Uhr unseren Heimatbahnhof Winsen/Luhe.