Romeo und Julia oder der Tanz der Toleranz

Etwa 150 Schülerinnen und Schüler verfolgten am 20.5.08 in der Sporthalle unserer Schule „Die göttliche Odette“, gespielt vom Klecks-Theater aus Hannover. Im Mittelpunkt des Stückes stehen Odette und Jamal, die sich ineinander verlieben. Odettes Vater, der Lehrer Lanz, der sonst anderen Religionen und Kulturen sehr aufgeschlossen gegenüber ist, ist mit dieser Verbindung nun doch nicht einverstanden, denn Jamal ist Iraker. Außerdem gibt es noch Gülay, die Verlobte von Jamal, Odettes beste Freundin. Die beginnende Freundschaft der beiden Verliebten steht also unter keinem guten Stern, so dass Odette am Ende sogar einen Selbstmordversuch begeht. Auf der Intensivstation gibt es schließlich eine Versöhnung der Beteiligten.

Das Stück verlegt die Geschichte von Romeo und Julia in die Gegenwart und fährt mit zahlreichen Vorurteilen der Religionen gegeneinander auf. Diese ausgesprochenen Vorurteile gaben dem Stück starke Brisanz und ließen das Publikum mitgehen. Hoffentlich ist allen klar geworden, dass es sich bei den Provokationen wirklich um Vorurteile handelte. Daneben gab es aber auch viele Hintergrundinformationen zum Islam und zum Christentum, denn – so die Macher des Stückes – es ist wichtig Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu kennen und sich mit ihnen auseinander zu setzen. Toleranz heißt nicht nur die anderen in Ruhe lassen sondern sich mit ihnen und ihren Standpunkten ernsthaft zu befassen.