Surfkursfahrt nach Pepelow im September 2008

Am Sonntag, den 21.09. um 11.20 Uhr begann die Surffahrt der Sportkurse 12 und 13 der Fachgymnasien in Winsen(Luhe) am Bahnhof. Die Ankunft in Pepelow war gegen 15uhr geplant, um schon am Tag der Anreise die ersten Erfahrungen mit der Materie machen zu können. Doch bei der Planung wurde nicht der autofreie Sonntag mit kostenlosen Tickets bedacht, sodass die Züge Richtung Hamburg hoffnungslos überfüllt waren und nur die Hälfte der Schüler in der Bahn Platz fanden. Da die Zurückgebliebenen auf den nächsten Zug warten mussten und sich dadurch auch alle geplanten Anschlüsse veränderten, verzögerte sich die Ankunft in Pepelow um 2 Stunden.

Endlich angekommen, wurden gleich die passenden Neoprenanzüge ausgeliehen und die Häuser im sogenannten Surferdorf bezogen. Da es zum Surfen leider schon zu spät war, ging es stattdessen gleich ins „Burano“, dem Restaurant der Surfanlage „San Pepelone“, zum Abendessen.

Am zweiten Tag ging es dafür nach dem Frühstück gleich richtig los! Obwohl das Wasser eiskalt und der Himmel bewölkt waren, machten wir mit lustigen „Brettspielen“ unsere ersten Erfahrungen auf dem Wasser und durften schon mal ein bisschen „Surfluft“ schnuppern. Nachmittags kamen dann, nach einer kleinen Einführung, die ersten Steh- und Lenkversuche auf dem Brett mit Rigg.

Der dritte Tag war noch kälter und windiger als der vorherige, sodass sich die Lust in den kalten und nassen Neoprenanzug zu steigen in Grenzen hielt. Doch sobald man auf dem Brett im Wasser stand, waren die ganzen Sorgen vergessen und die ersten Wenden wurden gefahren. In der Mittagspause wurde sich dann teilweise von den Anstrengungen des Vormittags erholt, oder Beachvolleyball gespielt, bevor es dann wieder in die nassen „Neos“ ging. Nach dem Abendessen wurden die gefilmten Surfaufnahmen der Schüler gezeigt und Lehrvideos zur Wende und Halse. Trotz des anstrengenden Tages folgte abends noch ein gemütliches Beisammensitzen mit Gitarre und Gesang, welches, dadurch, dass es Frühstück erst ab 9 Uhr gab, bis in die späten Abendstunden andauerte.

Am Mittwoch zeigte sich dann auch endlich der Wettergott gnädig. Die Sonne schien und es wurde auch gleich viel wärmer. Voller Motivation machten sich die Schüler auf zum Wasser um die gestern gesehenen Wenden und Halsen noch einmal bei idealen Wetter- und Windbedingungen zu üben. Denn Morgennachmittag würde eine praktische Prüfung für den Surfschein folgen,bei der alle gelernten Manöver zur Anwendung kommen sollten.

Nach einer Partie Beachvolleyball und dem Abendessen, versammelten sich mehrere Schülergruppen in den Häusern des Surferdorfes um das DFB-Pokalspiel des HSV gemeinsam zu gucken.

Am letzten Tag und damit dem Tag der Prüfung, ging es morgens noch ein letztes Mal zum Üben aufs Wasser. Auch an diesem Tag spielte das Wetter mit, denn die Sonne schien und der Wind blies nicht zu stark von Westen, sodass die Manöver ohne Probleme gefahren werden konnten. Auch der Kurs, der für die Prüfung gefahren werden soll, war schon abgesteckt, um sich ideal vorbereiten zu können. Nach einer kleinen Mittagspause, ging es direkt mit der Prüfung los. Mindestens 9 Punkte werden zum Bestehen im praktischen Bereich benötigt. Da am Vormittag ausgiebig geübt wurde, hat der Großteil des Sportkurses den praktischen Teil der Prüfung bestanden. Im Anschluss an die Bekanntgabe der Noten, wurde noch eine kleine Regatta über den Prüfungskurs gefahren, bei der die Gewinner ein Freigetränk auf der Abschlussdisko erhielten. Doch bevor es zur großen Party kam, fand noch ein kleines Beachvolleyballtunier statt und die Neoprenanzüge wurden mit gemischten Gefühlen wieder abgegeben. Einerseits war man froh sich nicht mehr zweimal täglich in den kalten Neo quetschen zu müssen, andererseits war auch die schöne Zeit so schnell vorbei gegangen. Abends wurde dann auf der Party gemeinsam mit den anderen Gästen der Surfschule gefeiert, bevor am nächsten Morgen mit müden Augen wieder der Heimweg angetreten wurde.

[Text: Vanessa Oertzen-Hagemann, Stand: 30.9.2008]