Kursfahrt nach Dresden [02/2017]

Vom 06. bis 10. Februar 2017 fuhren die Schülerinnen und Schüler des Berufliche Gymnasiums Gesundheit/Pflege gemeinsam mit Frau Jark und Herrn Hector nach Dresden.

Die Schülerinnen und Schüler berichten:

Am ersten Tag lernten wir Dresden über einen Stadtrundgang näher kennen, insbesondere die Altstadt. Es war ein sehr kalter Tag, nichts desto trotz haben wir von der Semperoper zum Nymphenbad bis hin zum Zwinger viele Sehenswürdigkeiten gesehen. Wer hätte gedacht, dass in der Semperoper 800 verschiedene Berufe vertreten sind! Vom Zwinger ging es weiter zur Frauenkirche. Dort angekommen, konnten wir direkt einen Blick auf die 3 Busse werfen, die von einem syrischen Künstler vor der Kirche aufgestellt wurden, um an das zerstörte Aleppo zu erinnern und einen Bezug zum zertrümmerten Dresden im Jahr 1945 herzustellen. Am Mittag trafen wir uns dann alle am Hygienemuseum zu einer weiteren Führung. Bei dieser ging es um „Scham - 100 Gründe rot zu werden“. Unseren Abend haben wir alle gemeinsam im Kulturzentrum Scheune ausklingen lassen. Die „Mitsingzentrale“, zwei Männer mit Gitarre, PC und Beamer, sangen mit uns, einem gemischten Publikum, Lieder. Songs wie „Sexbomb“, „Hello“ oder „Californication“ ließen die gute Laune aus uns heraussprudeln.

Am nächsten Tag besuchten wir einen Workshop und eine Ausstellung im Panometer. Das Wort Panometer setzt sich aus den beiden Wörtern Panorama und Gasometer zusammen, da das alte Gasometer erneuert wurde und sich dort das Panorama von Dresden nach der Zerstörung 1945 befindet. Der Künstler Yadegar Asisi erschuf eine besondere Ausstellung, die von Musik und Geräuschen begleitet wurde, die von Eric Babak komponiert wurden. Durch das Licht und die Musik herrschte eine bedrückende Stimmung, die das Grauen des Krieges verdeutlichte. Während des Workshops haben wir uns viele Gedanken gemacht, was wir daraus lernen können und unser Fazit ist leider, dass wir nicht wirklich aus der Vergangenheit lernen, da die gleichen Geschehnisse – „Krieg und Zerstörung“ überall auf der Welt vereinzelt auftreten.

Später in der Woche besichtigten wir die Gläserne Manufaktur von VW, wo wir die Produktionsflächen sehen konnten. Dann hatten wir die Gelegenheit, uns in neuste Elektroautos (bzw. Hybride) des Herstellers zu setzen und diese von innen und außen zu begutachten. In der Gedenkstätte Bautzener Straße, einem ehemaliges Gefängnis der Staatssicherheit, führte uns ein Zeitzeuge herum. Er ließ uns an seinen Erlebnissen als politischer Gefangener teilhaben. Abends spielten wir Bowling oder besuchten das Staatsschauspiel Dresden. Dort sahen wir uns „Amphitryon“ an. Die Location war überwältigend stilvoll und die Intensität des Schauspiels hat uns alle beeindruckt. Leicht verständlich war das Stück allerdings nicht, weshalb wir auf dem Weg zurück ins Hostel ausreichend Gesprächsstoff hatten. Außerdem sahen wir im Projekttheater Dresden das Theaterstück „Welche Droge passt zu mir?“ mit anschließender Podiumsdiskussion.

Unsere tägliche Freizeit verbrachten wir in Kleingruppen in der Stadt, um zu shoppen oder im Hostel. Uns hat unsere Klassenfahrt nach Dresden insgesamt gut gefallen. Besonders gefiel uns das sehr interessante Deutsche Hygienemuseum und die Führungen durch die beeindruckende Semper Oper und Frauenkirche mit ihren eindrucksvollen Kulissen. Außerdem hat uns das Frühstück im Hostel zugesagt und dessen praktische Nähe zur Innenstadt, die schnell zu erreichen war. Schade fanden wir, dass wir uns in der Semper Oper, die uns ja davon abgesehen sehr gefiel, keine Vorstellung angesehen haben. Außerdem sagte uns der Workshop zu Dresden 1945 nicht besonders zu, da die Seminarleiterin zu lange mit uns über das Gesehene gesprochen hat, was teilweise nicht wirklich spannend war. Das Fazit der Schülerinnen und Schüler: Trotz eisiger Temperaturen und „viel Kultur“ war die Klassenfahrt spannend und lustig!