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Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist,

sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.

Unbekannt

 

 

Projekte der Elektroabteilung

Projekte aus der Elektrotechnik und Mechatronik

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Immer häufiger hört bzw. sieht man in den Medien, was 3D-Drucker alles leisten können und welche technischen Innovationen mit ihnen möglich sind. Von der Beschaffung von Ersatzteilen bis hin zur Anfertigung von Einzelstücken, ist alles möglich. Eine kostspielige Lagerung und ein zeitaufwändiger Transport entfallen, da der Kunde die Teile bei sich zu Hause oder im Betrieb ausdrucken kann.

An den BBS Winsen(Luhe) beschäftigt man sich im Beruflichem Gymnasium Technik (BGym Technik) unter der Leitung von Dipl.-Ing. K. Menk und Dr.-Ing. A. Mali bereits seit drei Jahren mit dem 3D-Druck. Zunächst wurden die unterschiedlichen 3D-Druckverfahren im Hinblick auf die Verwendung im Unterricht sowie die Kosten, die beim Drucken entstehen, analysiert und bewertet. Anfang 2016 wurde dann im Rahmen eines Schülerprojektes ein 3D-Druckerbausatz beschafft und vom Schulförderverein der BBS Winsen (Luhe) finanziert. Ein Schülerteam des BGym Technik baute den 3D-Drucker zusammen, schloss die Elektronik an und nahm den 3D-Drucker in Betrieb. Mit Spannung schauten die Schülerinnen und Schüler den ersten Probedrucken zu und waren von den Ergebnissen völlig begeistert. Es folgten zahlreiche Ausdrucke. Der mechanische Aufbau des Druckers sowie die Druckeinstellungen wurden optimiert und die Qualität der gedruckten Teile dadurch kontinuierlich verbessert.  Es gab aber auch Rückschläge, denn manch eine Idee ließ sich nicht beim ersten Mal umsetzen, sondern erforderte mehrere Versuche. Freude und Enttäuschung lagen häufig dicht beieinander und es gab die Erkenntnis, dass der 3D-Druck keine schnelle Sache ist.

Gut ein Jahr wurde mit diesem Drucker gearbeitet und viel über den 3D-Druck gelernt. Ende 2017 gab es Gespräche mit dem Schulförderverein der BBS Winsen (Luhe) und dem Lions Club Winsen über die Anschaffung eines weiteren und sehr hochwertigen „out of the Box“ 3D-Druckers. Letztendlich wurde dieser in Kooperation mit der BBS Winsen (Luhe) gekauft und noch kurz vor Weihnachten ausgeliefert und auch sofort in Betrieb genommen.

Was wird nun an den BBS Winsen(Luhe) mit den 3D-Druckern gemacht? Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie von einer Idee zum fertigen Endprodukt kommen. So konstruieren sie mit einer CAD-Software u.a. Teile für den Bau eines Roboters und drucken diese aus. Der Roboter wird dann aus den selbst gefertigten Teilen zusammengebaut und in Betrieb genommen. Dadurch lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Verfahren zur Konstruktion von komplexen 3D-Objekten in der Theorie kennen, sondern erleben auch die praktische Umsetzung und die Herausforderungen, die dabei entstehen. Des Weiteren lassen sich Funktionsmodelle für den Unterricht anfertigen. So wurden zum Beispiel für den Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker die Teile für ein Differentialgetriebe ausgedruckt und zusammengebaut, so dass die Schülerinnen und Schüler nun selbst die Funktionsweise eines solchen Getriebes erfahren konnten. Aber auch im Bereich der Gestaltung lässt sich der 3D Drucker einsetzen, so können zum Beispiel Skulpturen, die digital erstellt wurden, gedruckt werden. Die 3D Drucker stehen der gesamten Schülerschaft der BBS Winsen (Luhe) zur Verwirklichung ihrer Ideen zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler können nicht nur für Unterrichtsprojekte, sondern auch für Projekte außerhalb des Unterrichts die 3D Drucker nutzen. Was haben die Lehrer davon? Mehr Möglichkeiten Wissen anschaulich zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler die motiviert Ideen entwickeln und an der Unterrichtsgestaltung mitwirken.

Als Fazit lässt sich sagen, dass der 3D-Druck eine Innovation ist, die im Zuge der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die BBS Winsen (Luhe) ermöglicht ihren Schülerinnen und Schüler bereits heute im täglichen Unterricht den Umgang mit dieser innovativen Technologie. Abschließend lässt sich für die BBS Winsen (Luhe) sagen, dass der 3D Druck noch kein Schnee von gestern ist, aber auch nicht mehr die neuste Innovation darstellt, da er bereits jetzt für viele Schülerinnen und Schüler zum täglichen Arbeitsgerät zählt.

Bericht: K. Menk, Juni 2018