Fotos vom Tauchen 2011

Tagesberichte des Tauchkurses 2011

Freitag, 09.09. und Samstag, 10.09.2011

Der Flug und der anschließende Transfer von Antalya nach Kas steckt uns vom Vortag noch in den Knochen. Aber ein landestypisches Abendessen hat uns dann schnell wieder entschädigt. Der Abend klang auf der Dachterasse des Hotel Lykia aus.

Am nächsten Morgen gab es ein klasse Frühstück mit tollem Blick über die gesamte Bucht von Kas. Nach dem Frühstück haben wir unsere Tauchausrüstung bekommen und 4er- bzw. 5er-Gruppen gebildet. Mit einem Bus sind wir alle mit dieser Ausrüstung zu einer Bucht gefahren, wo der erste Tauchgang stattfinden sollte.

Dort haben wir von den Tauchlehrern eine Einweisung in das komplette Tauchequipment bekommen. Vom Anlegen bis zum Handhaben der Ausrüstung wurden wir informiert. Nun ging es in unseren Gruppen mit den zugeteilten Tauchlehrern das erste mal ins Wasser.

Bevor wir abgetaucht sind, gab es noch einige wichtige Dinge zu beachten und dann haben wir endlich mit dem Tauchen begonnen. Unter Wasser haben wir einige Übungen absolviert, das Atmen unter Wasser ist erstmal ungewohnt. Nach einer Gewöhnungsphase wurde weitere Skills geübt z.B. den Atemregler wegwerfen und wieder erlangen, die Maske fluten und ausblasen etc.

Nach einer Pause, in der wir uns mit Pommes und Burger verpflegen konnten, gab es einen 2. Tauchgang. Am Ende des Tages mussten wir unsere Sachen wieder in unsere Kisten packen, und dann ging es zurück ins Hotel, wo wir eine Nachbesprechung hatten.

Der Tag war super, das Wetter klasse (Luft 31'C, Wasser 29'C, blauer Himmel), die Tauchlehrer super cool. Tauchen bringt richtig Spaß!


Jannis, Tom und Kai

Sonntag, 11. September 2011

Heute waren wir gegen 10 Uhr an unserem Tauchplatz. Die Sicht war sehr klar, wir konnten bis zu 25 Meter weit sehen. Die verschiedenen Gruppen sind zwischen 11-18 Meter tief getaucht und dieses Mal konnten wir verschiedene Fischsorten beobachten. Einige unserer erfahrenen Taucher haben sogar Schildkröten gesehen. Ziemlich cool!!

So langsam werden die Übungen zur Routine und wir haben ´ne Menge Spaß. Das einzige Problem ist, dass beim Lachen leider immer die Maske voll Wasser läuft (das passiert ziemlich häufig). Nachdem wir zwei Tauchgänge absolviert haben, haben wir unsere Ausrüstung selbständig abgebaut, sicher verstaut und uns noch ein wenig gesonnt (Sonnenbrandalarm).

Anschließend sind wir zurück zum Hotel gefahren und haben (mehr schlecht als recht) Theorieunterricht gehabt, allerdings waren wir nicht sonderlich aufnahmefähig! Nach dem „Theorieunterricht“ hatten wir abends Freizeit, die viele von uns noch zum Shoppen, Baden, Schnorcheln oder Sprüngen von den "Klippen" genutzt haben. Um 20 Uhr gab es wieder leckeres Abendessen. Wir saßen noch nett zusammen und haben Pläne für den nächsten Tag geschmiedet oder uns über den heutigen Tag ausgetauscht.

Sarah, Rebecca und Annika

Montag, 12.September 2011

Heute Morgen haben wir uns um 10 Uhr am Schiff „DADGAR“ getroffen, um zu unserem ersten Bootstauchgang aufzubrechen. Geplant war eine Tagestour an zwei verschiedenen Tauchplätzen. Nach kurzer Fahrt hatten wir auch schon unser erstes Ziel erreicht. Es gab für alle ein kurzes Breefing, wo uns der Tauchplatz genau erklärt wurde. Anschließend wurden alle Ausrüstungen zügig vorbereitet und alle Gruppen starteten nacheinander ihren Tauchgang vom Boot aus. Nun waren noch einige Übungen zu erledigen, wie z.B. das Tauchen durch Tarierringe oder das Atmen von der „Dekoflasche“.

Nachdem der Tauchgang beendet war, gab es an Bord ein landestypisches Mittagessen für alle und zudem eine ausgiebige Mittagspause. Diese wurde auf verschieden Weisen genutzt z.B. zum „Beachen“ ( sonnen), schwimmen und vom Boot springen. Nachdem alle ausgeruht waren, ging es auf zum zweiten Tauchspot. Auch hier gab es wieder eine Erklärung zum Tauchplatz, und dann ging es auch schon an die Ausrüstung und wieder ab ins Wasser. Auf 8 Meter Tiefe entdeckten wir ein altes Schiffswrack, wo wir durch die Kabine des Kapitäns getaucht sind und viele angesiedelte Fische sehen konnten. Anschließend sind wir auf 16 Meter Tiefe getaucht, wo wir beim „Neptunes-Riff“ Amphoren, die bis zu 4000 Jahre alt waren, sehen konnten. Der gesamte zweite Tauchgang war ein reiner „Fun-Dive“, wir mussten keine Skills und Übungen machen. Dann ging es zurück an die Oberfläche, wir legten unsere Ausrüstung ab und machten uns auf den Rückweg zum Hafen.

Zuletzt gab es noch ein Meeting, bei dem wir unsere zwei Tauchgänge ins „Logbuch“ eintrugen. Auch dieser Tag war wieder sehr aufregend und interessant.

Jessica, Sarah V., Denise, Fenja, Annika V.

 

Dienstag, 13. September 2011

Mehraba Matrosen, Taucher und Piraten!

Live aus dem sonnigen Kas in der Türkei.

Am vierten Tauchtag sind wir um 10:00 Uhr mit dem Boot zum Canyon gefahren. Dort liegt ein alter Baumwolldampfer, der in den 60er Jahren auf die Felsen aufgelaufen ist und nicht untergegangen ist. Dann wurde er gesprengt. Dadurch liegen auf dem gesamten Grund Einzelteile des Schiffes, die schon mit dem Felsen und dem Grund verwachsen sind. An diesem Tauchspot startet man in fünf Meter tiefem Wasser. Nach einiger Zeit geht es steil hinunter in die Tiefe. Einige von uns konnten geradewegs in den Canyon abtauchen, die anderen sind mit ihren Tauchgruppen außen herum getaucht und von dort aus in die Felsspalte getaucht.

Im Canyon konnte man den wunderschönen Blick aus der Tiefe nach oben mit der Sonneneinstrahlung genießen, Des weiteren waren an der Felsformation zur linken und rechten Seite einige Seeanemonen zu sehen. Diese ziehen sich bei Annäherung in ihre Röhren zurück. Sieht ganz witzig aus. Währende des gesamten Tauchgangs haben wir verschiedene Fischschwärme gesehen und einen Zackenbarsch. Der Zackenbarsch ist ein Fisch der zwischen 50 cm bis 150 cm groß werden kann. Unser Exemplar war natürlich ein seltenes Exemplar, das 0,20 Meter groß war.Einzelne Taucher sind noch mal zu einer Extrarunde wieder auf den Meeresboden zurückgekehrt. Dort wurden die Flossen ausgezogen, um auf dem Grund laufen zu können. Nach einem dreiminütigen Sicherheitsstop konnten wir auftauchen und sind zurück aufs Boot und dann in den Hafen eingelaufen, um Mittagspause zu machen.

Nach der Mittagspause sind wir zu einem weiteren Tauchspot namens „Dakota“ gefahren. Alle Schülerinnen und Schüler sind zum Flugzeugwrack getaucht, das vor ein paar Jahren versenkt worden ist. In 18 Meter Tiefe wurde das Wrack in dem trüben Wasser plötzlich sichtbar. Wir konnten einige interessante Fische beobachten, unter anderem Oktopusse mit ihren kleinen Tentakeln. Nach 55 Minuten machten wir einen Sicherheitstop und danach gings ab an die Wasseroberfläche. Noch ein bisschen Pause auf dem Sonnendeck und schon waren wir wieder im Hafen.

Am frühen Abend mussten wir die Wiederholungsfragen zu Kapitel 3 bis 5 in schriftlicher Form beantworten. Morgen Abend steht dann die Abschlussprüfung an. Diese muss bestanden werden, sonst gibt es kein SSI Tauchbrevier.


Annabell Bäsecke, Marie Kristin Wolf, Robin Kasten, Niklas Senhold und Jan Eric Gaebler.

 

Mittwoch, 14. September 2011

Nachttauchgang im Hafen von Kas

Der Nachttauchgang ist eine besondere Herausforderung für den Taucher, nicht nur dass das Sichtfeld durch das fehlenden Licht eingeschränkt ist, nein, auch die Tierwelt ist eine andere als bei Tage und bedarf einer besonderen Berücksichtigung und Sorgfalt. Dementsprechend war die Neugierde für uns natürlich groß, und wie entschieden uns für die zusätzlichen entstehenden Kosten und für das Abenteuer in einer bekannten Umgebung mit einem anderem Blickwinkel.

Als wichtigstes Hilfsmittel wurde uns die Taschenlampe und ihr Umgang erklärt. Es gilt dabei nicht nur auf besondere Verständigungsmaßnahmen, sondern auch auf den Schutz der Unterwasserwelt und ihrer Bewohner zu achten. Des weitern ist der Kompass unter diesen Umständen unabdingbar, da alleine mit dem Lichtkegel der Taschenlampe eine natürliche Navigation zur Vollzeitbeschäftigung wird.

Nach dem Briefing mit den entsprechenden Tauchlehrern ging es der abgesprochenen  Reihenfolge nach in das etwas kältere Quellwasser im Hafenbecken, das  aus den Bergen kommt. Dabei war es wichtig schon beim Einstieg die Taschenlampe einzuschalten, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. Ich stieg gemeinsam mit Herrn Günzel ab und musste eine bestimme Strecke navigieren, wobei wir in ca. 12m Tiefe auf dem Hinweg und in ca. 5-7m auf dem Rückweg tauchten.

Nachdem wir das Boot verlassen hatten, mussten wir uns den Gegebenheiten eines Hafens entsprechend an anderen dort liegenden Booten vorbeischlängeln, bevor wir dann letztendlich abtauchten. Im Moment der ersten Meter des Abtauchens bei fast völliger Dunkelheit lernte ich meine Taschenlampe schätzen und musste mich erst einmal an die sehr eingeschränkte Sichtmöglichkeit des kleinen Lichtkegels gewöhnen. Nachdem die Umgebung als vorläufig Felsfrei von mir eingeschätzt wurde, habe ich dem, bei Lichtzufuhr fluoreszierenden, Kompass einige Sekunden meiner Taschenlampe spendiert, um danach den vorher an Bord des Schiffes festgelegten Kurs zu bestimmen. Grundsätzlich unterschied sich der Tauchgang von anderen Tauchgängen bei Tag dadurch, dass einige Tiere aktiver waren, während andere Fische, gestresst von den vielen Lichtkegeln der Taucher, versuchten, Ruhe zu finden.

Als besondere Highlights sind die zwei Oktopusse zu nennen, wobei der eine vielleicht noch auf eine größere Handfläche gepasst hätte, während der zweite ca. einen Meter Durchmesser erreichte. Natürlich gab es für die jeweiligen Tauchpartner viele besondere Ereignisse die gesichtet wurden, allerdings ist dies geschrieben weniger Interessant als wenn man es mit eigenen Augen und fast auf sich alleine gestellt erlebt. Demnach kann ich diese Erfahrung nur jedem Empfehlen, der Interesse an einem Tauchkurs hat.

Alex

Donnerstag, 15. September 2011

Heute ist unsere letzte Bootsausfahrt und der letztmögliche Tauchgang, da wir schon am Freitag morgen um 6 Uhr nach Deutschland zurückfliegen. Alle Schülerinnen und Schüler haben Theorie und Praxis für das Einstiegsbrevier geschafft und können jetzt noch einen freien Tauchgang ohne Aufgaben genießen.

Wir fahren nach Heybili Adasi, wo man mit Glück eine Wasserschildkröte sehen kann. Heute hat sie aber offensichtlich andere Pläne, und wir sehen Calamare, ein Tritonshorn und Seesterne. Wir tauchen noch zu einem kleinen Wrack runter und überqueren eine Seegraswiese auf dem Weg zurück zum Schiff. Herr Günzel macht noch ein letztes Foto und dann sind 70 min um, und alle müssen wieder an die Wasseroberfläche.
Der Nachmittag wird zu kleinen Einkäufen genutzt. Man genießt das warme Wetter und das Meer.

Abends werden alle Neutaucher am Strand von Kas getauft. Jeder bekommt einen Taufnamen, der sich aus dem Verhalten und lustigen Ereignissen der Woche ergab. Basti hat sich viel Mühe mit dem Reimen gegeben. Aus dem Schnorchel muss ein fürchterliches Gesöff aus Säften, Salzwasser und anderen Zutaten getrunken werden. Alle Schüler halten sich wacker. In diesem Rahmen erhalten sie auch gleich ihre neu erworbenen Tauchausweise.

Nach einem Abendessen mit den Tauchlehrern der Basis werden die Sachen gepackt und ab geht's mit dem Bus durch die Nacht zurück nach Antalya.

Ziemlich müde besteigen wir dann um 6:20 Uhr den Flieger nach Hamburg. Die Woche war anstrengend, aber hat auch Spaß gemacht. Kein Schüler hatte ernstere Probleme, sodass wir auf eine auch für uns Lehrer erfolgreiche Woche zurückblicken können.


Stefan Uhl, Rainer Günzel