Unterrichtskooperation - SPRINT meets BRU [01/2017]

Im Dezember startete eine zweite Unterrichtskooperation zwischen einer SPRINT-Klasse und einem Berufsschulreligionskurs des BG12.

Nach einer Aufwärmphase zum gegenseitigen Kennenlernen mussten die Schülerinnen und Schüler in gemixten Teams eine Schnupperralley durch die BBS Winsen (Luhe) absolvieren. Mit einem Standbild der jeweiligen Gruppen zum Thema "Integration" und einem gemeinsamen Kaffee- bzw. Kakaotrinken in der Cafeteria endete das erste Zusammenkommen.

In der Folgewoche wurden passend zur Jahreszeit in den jeweiligen Klassenteams vorbereitete Präsentationen zu Erwartungen, Erfahrungen und Hintergründen des Weihnachtsfestes sowie religiöser Feste im Islam abgehalten. Die Schülerinnen und Schüler beider Klassen haben dabei unterschiedlichste Perspektiven und Einstellungen zu den Festen und Bräuchen erfahren und konnten sich gegenseitig mit Fragen dazu löchern. Die Gymnasiasten konnten dazu ein wenig aus ihrer privaten für die Sprinter unbekannten Lebenswelt zuhause erzählen und die Sprinter konnten über die Bedeutung und das Feiern dieser Feste an in tausende Kilometer weit entfernten Orten der Erde berichten. Wir hatten unter den Sprintern sogar einen Ex-Weihnachtsmann :).

Bei dem dritten und letzten gemeinsamen Klassentreffen tauschten sich die Schülerinnen und Schüler erneut in gemixten Teams über die ganz persönlichen Wünsche, Hoffnungen und Ziele für das neue Jahr 2017 aus und haben somit noch einmal eine Menge übereinander erfahren. Manch einer sieht nun  einiges vielleicht ein wenig mit anderen Augen.

Kommentaren und Schüleräußerungen nach - und zudem durch neugierige Lehrerblicke bestätigt - hat das Projekt dahingehend gefruchtet, dass nun erfreulicher Weise auch über die Unterrichtssituationen hinaus, klassenübergreifender Kontakt in der Pausenhalle gepflegt wird.

Im Anschluss an die Unterrichtskooperation kamen übrigens nochmals zwei Sprinter in den Religionsunterricht und schilderten ihre Erlebnisse und Erfahrungen der Flucht nach Deutschland sowie die Alltagssituation in ihrer Heimat. Während dieser Vortrag für die Sprinter eine exelente Übung zur Schulung ihrer Sprach- und Präsentationskompetenz war, haben die authentischen und zum Teil erschütternden Berichte manch einen der Gymnasiasten ganz schön berührt und ins Grübeln gebracht.

Wir Lehrerinnen und Lehrer möchten uns noch einmal herzlichst bei der positiven Neugier, dem Mut und der Offenheit aller beteiligten Schülerinnen und Schüler bedanken, die ein so interessantes Unterrichtsprojekt unterstützt haben.