Klassenfahrt der FOVGE16b nach Hindelang Januar 2018

Samstag, 20.01.2018

Am Samstagabend um 20:30 Uhr ging es für den 12. Jahrgang der FOS Gestaltung auf Klassenfahrt. Wir fuhren um 21:00 Uhr am Parkplatz der Schule los. Auf der Fahrt bildeten sich verschiedene Gruppen, die einen hörten Musik und andere versuchten zu schlafen oder führten Gespräche. 
Am nächsten Morgen um 7:30 Uhr kamen wir total müde am Bergsteiger Hotel "Grüner Hut" im tief verschneiten Hinterstein an. Wir konnten unser Gepäck im Gemeinschaftsraum lassen und haben ein leckeres Frühstück eingenommen.

Sonntag, 21.01.2018

Nach einem leichten Frühstück und einer Einführung in den Tagesablauf begaben wir uns flüchtig gewaschen und mit Skiklamotten ausgerüstet zur Bushaltestelle direkt vor dem Hotel und fuhren mit dem Bus zum Skigebiet Oberjoch.

Dort angekommen, erhielten wir beim Skiverleih unsere Skiausrüstung. Die bereits fortgeschrittenen Skiläufer begaben sich dann mit Herrn Uhl auf die Piste. Die Anfänger wurden in Gruppen aufgeteilt und von heimischen Skilehrern unterrichtet. In allen Gruppen gab es kleine und große Erfolge beim Skilaufen und Langlauf. Um 13:25 Uhr waren dann die ersten Gruppen wieder im Skidepot. Um 14:00 Uhr kamen dann auch die fortgeschrittenen Skifahrer von ihrer Tour zurück. Mit dem Skibus verließen wir das Oberjoch auch wieder Richtung Hinterstein, Hotel „Grüner Hut“.

Angekommen bezogen wir dann endlich unsere Zimmer und hatten die Möglichkeit, uns erst einmal nach der langen Busfahrt und dem anstrengenden Tag zu duschen und etwas auszuruhen.

Nach dem Abendessen um 18.00 Uhr versammelten wir uns im Gruppenraum, um die kommende Woche zu besprechen. Anschließend bekamen wir noch Zeit, um an unseren Reisetagebüchern zu arbeiten, diesen Blog zu schreiben und den Tag revue passieren zu lassen.

Montag 22.01.18

Die meistens waren froh, endlich die Nacht im Bett geschlafen zu haben. Beim Frühstück sah es trotzdem so aus, als wenn eine Horde Zombies frühstücken würde. Auch heute hieß es natürlich wieder: Ab auf die Piste.

Der Skibus war früher da, als manche wohl erwarteten, und es gab eine Menge Aufregung, dass alle fertig angezogen waren, aber letztendlich haben wir es alle geschafft. Beim Skilanglauf trafen wir uns wie gewohnt nach einem kleinen Fußmarsch an der Piste. Der Skilanglauflehrer hat uns die Techniken des Klassischen Langlaufs nach einigen Grundübungen des vorherigen Tages nochmals näher gebracht. Das neblige und regnerische Wetter hat das nordische Skifahren erschwert, wodurch viele aus der Gruppe, besonders bei der einen oder anderen steilen Abfahrt, gestürzt sind. Mit letzter Kraft und viel körperlichem Einsatz haben es dennoch einige aus der Gruppe geschafft, eine komplette Langlaufstrecke – die Moorrunde - zu fahren. Ein super Erfolgserlebnis!

 

 

Beim Carving sind alle ein wenig mutiger geworden. Endlich ging es auch für die Anfänger auf die großen Pisten. Es hat wieder eine Menge Spaß gemacht, trotz schmerzender Glieder.

Beim Fortgeschrittenenkurs haben wir am Anfang Technikübungen gemacht. Diese hat uns Herr Uhl erklärt und wir mussten die verschiedenen Übungen nachfahren. Das Wetter oben am Berg wurde im Laufe des Tages immer nebliger und regnerischer, dadurch war es auch schwer im nassen Schnee vernünftig Ski zu fahren. Trotzdem haben wir alle unsere Technik verbessern können.

 

Während einige Schülerinnen und Schüler sich zum Mittag im Alpengasthof Zum Löwen getroffen haben, sind andere nach Hindelang gefahren, um für sich und Klassenkameraden ein paar Lebensmittel einzukaufen.

Nachdem wir wieder zurück waren, hatten wir kurz Zeit, die nassen Skiklamotten aus und was Trockenes anzuziehen. Im strömenden Regen brachen wir zu einer Wanderung auf, um Fotos von der beeindruckenden Natur rund um Hinterstein zu machen. An der Ostrach haben wir Fotos als Vorlagen für unsere Skizzen aufgenommen. Diese haben wir dann später nach dem gemeinsamen Abendessen skizziert, gezeichnet, gemalt und in verschiedenen Techniken koloriert.

Dienstag, 23.01.18
Die Schneewandergruppe suchte vormittags die atemberaubende Natur des Allgäus auf. Hier konnten Unmengen von Fotos blühender Schauplätze abgelichten werden. Nach einem kleinen Bächlein und einem leichten Aufstieg kehrten sie wetterbedingt um und nahmen in einem rustikalen Restaurant ein herrliches Mittagessen zu sich.

Der Morgen der Carving-Gruppe begann etwas weniger sinnlich… Ein Orchester von Handy-Weckern schallte ab 7:00 Uhr durch den Raum und riss sie aus dem Land der Träume. Nach Dusch-Schlangen und Föhn-Zeremonien standen sie dann schlussendlich doch auf der Piste. Der Rest der Schülerinnen und Schüler  verbrachten die Allgäuer Stunden mit wilden Pistenabfahrten, scharfen Kurven und Sprüngen über kleine Wellen.
Mit heilen Knochen, dem lieben Gott sei Dank, ging es am Nachmittag mit allen auf eine Wanderung zu einer alten Hammerschmiede aus dem 15. Jahrhundert in Oberdorf und anschließend in ein kleines uriges Bauernmuseum und die örtliche Käserei.

Bei den abendlichen Gesprächen erschütterte die dramatische Erzählung einer Langläuferin die Gruppe. Sie berichtete von ihrer Erfahrung, welche sie im Laufe des Tages erleben musste. „Übermut tut selten gut“ – so sagte sie lachend am Abend. Bei dem Versuch, die Fortgeschrittenen-Loipe herunterzufahren, verpasste die Schülerin die Kurve und landete mit dem Kopf im Schnee. Ernsthaft verletzt hatte sie sich natürlich nicht. Entscheidend dabei sei wohl mehr der Schreck als der tatsächliche Sturz gewesen.

Die Abendstunden verbrachten wir wieder gemeinsam zeichnend im Aufenthaltsraum in unserer Unterkunft. Fotografierte Motive wurden in verschiedenen Techniken umgesetzt. Landschaftsaquarelle, Detailskizzen und auch Portraits wurden gemalt. Es gab sogar ein Portraitzeichenduell.

 

Mittwoch, 24.01.
Das Langlaufen ähnelte heute einem reinen Glücksspiel. Unvollständig gespurte Loipen und Glatteis hauten uns förmlich von den Skiern. Bei strahlender Sonne durchwanderten wir auch querfeldein die lebendige Natur neben der Langlaufstrecke. Danach wurde fleißig trainiert und neue Bestzeiten konnten in den Runden erreicht werden. Nun  streben wir natürlich die nächste Weltmeisterschaft an!

Die Wandergruppe begleitete die Skilangläuferinnen und kämpfte sich durch die hohen Schneehügel neben der Loipe, um die Natur zu erkunden und abzulichten. Danach ging diese Gruppe in ein Restaurant namens „Moorhütte“ um sich aufzuwärmen, denn sie waren bei ihrer Wanderung teilweise bis zu den Knien tief im Schnee stecken geblieben. Eine unerwartet abenteuerliche Exkursion!

Im Skikurs für Anfänger haben wir heute eine neue Piste ausprobiert. Wir alle waren davon sehr begeistert. Sie hatte eine Abzweigung, die zu einer kleinen Rampe führte. Fast alle haben sich getraut, sie zu fahren, mit unterschiedlichem Erfolg.                      

Wir fünf aus der Fortgeschrittenengruppe hatten heute die ehrenvolle Aufgabe, mit den Anfängern im Buddysystem zu fahren und unser Wissen weiterzugeben. Dies haben wir mit Erfolg und Spaß erfüllt. Heute konnten wir in der Ferne mehrere Heißluftballons bestaunen und nutzten diesen perfekten Panoramablick für tolle Fotos.

Das Highlight des Tages war dann das Ballonglühen im Wiesengrund in Hindelang. Wir wurden mit Gratiskarten für Getränke und Essen ausgestattet und auf die „Party“ losgelassen. Bei leckerem Essen und Trinken sahen wir sieben Heißluftballons, die im Takt der Musik „glühten“
Die Organisatoren sorgten für ein wunderschönes Lichtspektakel. Nach diesem gelungenen Abend brachte uns der Bus zurück ins Hotel und wir haben noch gezeichnet, diesen Blog geschrieben und „Werwolf“ gespielt. Müde und zufrieden lassen wir den Tag ausklingen.

Donnerstag, 25.01.
Der Morgen fing heute für die Anfängergruppen und die der Fortgeschrittenen in Buddyteams an. Wir fuhren alle gemeinsam in kleinen, gemischten Gruppen, um uns gegenseitig zu unterstützen und die Kenntnisse an die anderen weiter zu geben. Nach zwei erfolgreichen Abfahrten teilten wir uns wieder in die ursprünglichen Gruppen auf.

Wir Anfänger haben dann mit unseren Skilehrern kleinen Übungen zur Verbesserung der Kontrolle über unsere Ski ausprobiert und sind danach los auf die blauen Pisten. Wir sind  mit dem Ankerlift zum ersten Mal auf die rote Piste gefahren. Alles hat gut geklappt und alle waren zufrieden mit dem Skifahren. Zum Abschied waren wir mit unserem Skilehrer am Imbiss und haben dort zusammen ein Skiwasser getrunken.

Wir, die Fortgeschrittenen, suchten wie jeden Tag neue Pisten und Herausforderungen und nahmen uns danach eine verdiente Pause auf einer Wiedhag Alm. Dort wurden neue Life-hacks ausgetauscht. Wie zum Beispiel das „Parfümieren“ der Hände, durch frischen Rosmarin aus dem Salatteller, um die Muffelhandschuhhände aufzufrischen. Nach dieser sehr humorvollen Pause sind wir heute, am letzten Tag, eine Stunde länger gefahren und nahmen somit einen Skibus später zurück. Im Großen und Ganzen waren am Ende der Woche alle unserer Gruppe sehr begeistert und zufrieden ausgepowert.

Die Wandergruppe beschritt heute zum zweiten Mal den Winterwanderweg, vorbei an einem idyllischen kleinen Wasserfall. Weiter oben erstreckte sich eine atemberaubende Aussicht auf das schöne Tal, das in den Blauen Bergen liegt.
Nach einem kurzen Aufstieg zu einer Alm, gelangten sie an einen kleinen Wasserfall. Wir entdeckten auch einen kleinen Schneemann, der von einer Wanderin gebaut wurde. Nachdem die Wanderung geschafft war, ging es in die Moorhütte, zum Apfelstrudel essen.

Der Nachmittag stand heute zur freien Verfügung, um noch in Bad Hindelang auf Fotomotivsuche zu gehen oder ein Souvenir für Zuhause zu besorgen. In Hinterstein fanden sich noch eifrige Bergsteiger, die vom sportlichen Vormittag noch nicht ausgepowert waren und mit tollen Fotos ihre Klettertour dokumentieren können.

Am Abend gab es das obligatorische Treffen im Gruppenraum für letzte Instruktionen. Nun hieß es auch Kofferpacken, Fotos austauschen und die erlebnisreiche Woche im Allgäu gemeinsam ausklingen lassen….!

Freitag, 26.Januar
Schnell wurden noch die letzten Sachen in die Koffer gequetscht und das Frühstück im Hotel eingenommen. Nach der Verabschiedung der Gastgeber bereiteten wir uns auf eine 10 Stunden Rückfahrt vor.
Die meisten Schülerinnen und Schüler waren von der Woche in Hindelang geschafft und schliefen während der Busfahrt. Nach drei Pausen auf den Autobahnraststätten, Spielen, Musikhören und einer kleinen Gesangseinlage kurz vor Winsen erreichten wir schließlich wohlbehalten das Schulgelände, wo bereits die Eltern und Freunde warteten.